Amtlicher Fachassistent 

Amtlicher Fachassistent im öffentlichen Gesundheitsdienst

 Informationen 

Theoretische Ausbildung zur amtlichen Fachassistentin/ zum amtlichen Fachassistenten an der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen in Düsseldorf

 Berufsbild 

Zu den Aufgaben des amtlichen Fachassistenten gehört u.a. die Tätigkeit in Schlacht- und Zerle-gungsbetrieben und in Haltungsbetrieben. Die Ausbildung erstreckt sich auf die Überwachung des Fleisches von schlachtbaren Haustieren, frei-lebendem Wild, Farmwild und Hasentieren sowie Geflügel.

 Ziel und Inhalt der theoretischen Ausbildung 

Die Verordnung (EG) Nr. 854/2004 vom 25.04.2004 regelt die fachlichen Anforderungen an die künftigen Fachassistentinnen und Fachassistenten, die Aufgaben der amtlichen Fleischhygieneüberwachung übernehmen. Das Ziel des Lehrgangs besteht darin, die angehenden Fachassistentinnen/Fachassistenten für diese Aufgabenstellung zu qualifizieren.

Die Ausbildung dauert insgesamt 26 Wochen (6,5 Monate) und gliedert sich in einen theoretischen Teil von 500 Unterrichtsstunden in der Akademie für öffentliches Gesundheitswesen und einen praktischen Teil von 400 Unterrichtsstunden, wel-cher in der Einstellungsbehörde abgeleistet wer-den muss.

Es werden die im Stoffverteilungsplan aufgeführ-ten Lehrinhalte vermittelt. Während des Lehr-gangs sind Leistungskontrollen in Form von Klau-suren vorgesehen. Die lehrgangsbegleitende Pra-xis dient der Ergänzung und Vertiefung der theo-retischen Lehrinhalte.

Nach Beendigung des theoretischen Ausbildungs-lehrganges erfolgt nach Ableistung des Prakti-kums die mündliche und praktische Prüfung. Die Zulassung zur mündlichen Prüfung ist abhängig von einer erfolgreich abgeschlossenen schriftli-chen Leistungskontrolle. Sie gilt als erfolgreich abgeschlossen, wenn die Gesamtbewertung aller Fächer mindestens ausreichend beträgt. Die Akademie stellt eine Bescheinigung über die erfolgreich abge-schlossene Leistungskontrolle aus.

Die staatliche Prüfung legen die Teilnehmer vor einem in ihrem Bundesland eingesetzten Prüfungsausschuss ab.

 Einstellungsvoraussetzungen gem. § 2 VAPFaF 

Für die Ausbildung zur amtlichen Fachassistentin/zum amtlichen Fachassistenten kann eingestellt werden, wer einen erfolgreichen Abschluss einer Hauptschule oder einen mindestens gleichwertigen Bildungsabschluss besitzt und das 18. Lebensjahr vollendet hat.

 Die Bewerbung um eine Ausbildungsstelle 

Anstellungs- und Ausbildungsbehörde sind die Kreise und kreisfreien Städte. Diese führen die praktische Aus-bildung in 400 Unterrichtsstunden durch und melden die/den Auszubildende/n zum theoretischen Ausbil-dungsteil in der Akademie an.

 Theoretische Lehrgangsdurchführung 

Der Lehrgang umfasst insgesamt 500 Unterrichtsstunden in Vollzeit. Innerhalb des Lehrganges werden Leistungs-kontrollen in Form von Klausuren zur Überprüfung des Wissensstandes durchgeführt. Die staatliche Prüfung legen die Teilnehmenden vor einem in ihrem Bundesland eingesetzten Prüfungsausschuss ab.

Der theoretische Lehrgang auf der Grundlage der Verordnung über Ausbildung, Prüfung und Fortbil-dung amtlicher Fachassistentinnen und Fachassistenten (VAPFaF) (NRW) vermittelt folgende Lehrin-halte:

1. Kenntnisse in Bezug auf Haltungsbetriebe

  • Grundkenntnisse über Tierseuchen, insbesondere Zoonosen: Virus-, Bakterien-, Parasitenerkrankungen usw.
  • Monitoring zur Seuchenerkennung, Anwendung von Arzneimitteln und Impfstoffen, Rückstands-Untersuchungen
  • Hygiene- und Gesundheitskontrollen
  • Wohlbefinden von Tieren im Haltungsbetrieb und beim Transport
  • Umweltnormen: für Gebäude, Haltungsbetriebe und Allgemein
  • Verbraucherbelange und Qualitätskontrolle

2. Kenntnisse für Untersuchungen im Schlachthof und Zerlegungsbetrieben

  • Kenntnis der Organisation, der Produktionsmethoden, des internationalen Handels sowie der Schlacht- und Zerlegungstechnologien in der Fleischwirtschaft, einschl. Probenahmeverfahren
  • Grundkenntnisse der Hygiene und der Hygienepraxis sowie insbesondere der Betriebshygiene, der Schlacht-, Zerlegungs- und Lagerhygiene
    und der Arbeitshygiene
  • HACCP-Verfahren und Überprüfung der HACCP-gestützten Verfahren
  • Wohlbefinden von Tieren beim Entladen nach dem Transport und bei der Schlachtung
  • Grundkenntnisse der Schlachttieranatomie und -physiologie
  • Grundkenntnisse der Pathologie geschlachteter Tiere
  • Grundkenntnisse der pathologischen Anatomie geschlachteter Tiere
  • Entsprechende Kenntnis in Bezug auf TSE und andere wichtige Zoonosen und Zoonose-Erreger
  • Kenntnis der Methoden und Verfahren der Schlachtung, Untersuchung, Zubereitung, Umhüllung, Verpackung und Beförderung von frischem Fleisch
  • Grundkenntnisse der Mikrobiologie
  • Verwaltungsaufgaben, einschl. EDV in der Fleischhygiene
  • Kenntnis einschlägiger Rechts- und Verwaltungsvorschriften, einschl. Einführung in das EU-Recht
  • Betrugsfragen

 Ihre Ansprechpartner 

Für Auskünfte über Lehrinhalte oder andere fachliche Angelegenheiten:

Ausbildungsleiter:
Holger Kretschmar
Tel. 0211 / 31 09 645
www.akademie-oegw.de

Fachliche Beratung:
Barbara Schulze Schleithoff
Tel. 0209 / 94 09 027

Für den organisatorisch-technischen Ablauf des Lehrganges:
Regina Klimek
Tel. 0211 / 31 09 655
www.akademie-oegw.de